Devsin Demirel serviert seine Burger am liebsten mit afri cola, Bernd Raschperger freut‘s.
Quereinsteiger mit klarer Vision: Devsin Demirel hat in nur zwei Jahren aus einem Foodtruck eine kleine Gastronomielandschaft aufgebaut. Mit dem DIY Smash Burger am Ulmer Hauptbahnhof setzt er auf hochwertige Zutaten und ein eigenes Konzept.
DIY Smash Burger
Bahnhofsplatz 7
89073 Ulm
Herr Demirel, Sie sind eigentlich KFZ-Mechatroniker. Wie kam der Wechsel in die Gastronomie?
Devsin Demirel: Ich liebe es, mich mit Menschen zu unterhalten, mich auszutauschen, kritikfähig zu sein und daran zu wachsen. In der Werkstatt kommen die Leute meist mit negativer Energie an – das Auto ist ja meistens kaputt. In der Gastronomie ist das völlig anders. Liebe geht doch durch den Magen, und genau das erreichen wir mit DIY Smash Burger.
Was steckt hinter dem Namen DIY?
Devsin Demirel: Konzept und Name sind meine eigene Idee. DIY steht zum einen für „Do it yourself“ als Wiedererkennungsmerkmal, zum anderen setzt es sich aus den Anfangsbuchstaben meines Vornamens und denen meiner beiden Kinder zusammen – es ist also eine sehr persönliche Marke.
Wie hat sich Ihr Gastro-Konzept seit dem Start entwickelt?
Devsin Demirel: Im Januar 2024 habe ich mit einem Foodtruck in Kuchen an der Fils angefangen. Im September 2024 kam das erste Restaurant in der Geislinger Altstadt dazu. Neun Monate später bin ich aus persönlichen Gründen nach Ulm gezogen und habe das Hotel Garni im Lehrer Tal übernommen. Anfang 2026 folgte der DIY Smash Burger am Hauptbahnhof. Aktuell läuft in Heidenheim ein Testlauf, bei dem wir DIY als Franchise anbieten, und auch aus Aalen gibt es bereits Interesse. Wir versuchen also, sehr aktiv zu expandieren
Wie groß ist Ihr Team mittlerweile?
Devsin Demirel: Mit meiner Frau und mir sind wir mittlerweile mehr als zehn Personen. Ich kann natürlich nicht überall gleichzeitig sein, versuche es aber trotzdem. Aus meiner Zeit im KFZ-Bereich habe ich null Prozent Toleranz mitgebracht und eine sehr genaue Vorstellung davon, wie alles sein soll. Wenn ich kurzfristig Entscheidungen treffe, stehe ich auch selbst im Laden und setze sie zunächst selbst um.
Was unterscheidet DIY Smash Burger von anderen Burgerläden?
Devsin Demirel: Unser Produkt ist besonders, weil wir Kalbsfleisch und Entrecôte verwenden. Das ist geschmacklich und qualitativ unschlagbar. Es macht eben einen Unterschied, ob man Fleisch für 8 oder für 18 Euro pro Kilo einkauft. Die Speisekarte stammt ursprünglich aus unserem Hotelrestaurant, wir wissen also genau, was bei den Gästen ankommt. Am Bahnhof bieten wir eine kleinere Karte mit anderen Beilagen an und fokussieren uns damit aufs Wesentliche. Mit unserem Mittagsmenü für 12,90 Euro sind wir an diesem Standort zudem sehr konkurrenzfähig.
Welcher Burger ist bei Ihren Gästen der absolute Favorit?
Devsin Demirel: Ganz klar der Oklahoma Burger: 160 Gramm saftiges Halal-Entrecôte-Beef im Brioche Bun mit Cheddar, Parmesan, karamellisierten Zwiebeln, Essiggurken und unserer hausgemachten Burger-Sauce.
Worauf haben Sie bei der Inneneinrichtung Wert gelegt?
Devsin Demirel: Ehrlich gesagt bin ich immer noch nicht fertig. Seit der Eröffnung passen wir laufend an und bauen um, als Nächstes plane ich zum Beispiel eine offene Küche. Im Innenbereich haben wir bewusst nicht viele Plätze. Weil das Wetter zuletzt mitgespielt hat, haben wir kurzfristig das Mobiliar vorgezogen, damit die Theke von außen besser sichtbar ist. Die Einrichtung ist aber so flexibel, dass ich im Winter wieder mehr Sitzplätze drinnen schaffen kann.
Kannten Sie die Brauerei Gold Ochsen schon als Sie nach Ulm kamen?
Devsin Demirel: Schon in Geislingen habe ich mit Holger Bühler von Gold Ochsen zusammengearbeitet. Da war für mich klar, dass wir auch in Ulm weiterhin auf das Sortiment der Ulmer Getränke Vertrieb GmbH setzen. Mein Ansprechpartner hier in Ulm ist mittlerweile Bernd Raschperger. Am Bahnhof setzen wir ausschließlich auf alkoholfreie Getränke: Wir haben kein Bier auf der Karte, dafür die komplette Range von afri cola, Bluna sowie Wasser und Limonaden von Teinacher.
Warum fiel Ihre Wahl auf afri cola?
Devsin Demirel: Für mich ist die einfach unschlagbar, vor allem der afri cola Mix – es gibt keinen besseren Colamix. Ich möchte meinen Gästen keine Standardcola anbieten, sondern etwas Besonderes.
Mit welchen drei Worten würden Sie die Zusammenarbeit mit Gold Ochsen beschreiben?
Devsin Demirel: Zuverlässig, qualitätsbewusst und lösungsorientiert. Gerade bei der Diskussion um unsere Außenbestuhlung habe ich mit der Brauerei Gold Ochsen einen Partner an der Seite, der offen und ehrlich kommuniziert. Nicht jede meiner Ideen lässt sich an diesem Standort umsetzen, und das wird mir ehrlich gespiegelt.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Devsin Demirel: Ich wünsche mir eine noch höhere Frequenz im DIY. Wenn die Stadt Ulm es genehmigt, möchte ich den Außenbereich schöner gestalten und mehr Sitzplätze schaffen. Außerdem könnte ich mir vorstellen, am Nachmittag zusätzlich zu unseren Donuts auch Kuchen anzubieten. Wir haben hier am Bahnhof ein großes gastronomisches Angebot, deshalb teste ich immer wieder, was funktioniert. Auf Social Media bin ich ebenfalls sehr aktiv – wir haben uns eine feste Fangemeinde aufgebaut, und die Followerzahl wächst stetig.