Die Krone in Berkheim zählt zu den geschichtsträchtigsten Häusern der Region, schließlich begann der Bau bereits vor Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs. Seit 1987 führt die Familie Mair-Engel das Haus mit viel Herzblut. Nun schenkt die Krone auch die Biere der Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen aus, die sich bereits seit 2013 im nur wenige Häuser entfernten Gasthof Adler bewährt haben, der ebenfalls zur Familie gehört. Im Gespräch mit Tom Engel, der die Krone leitet, und seinem Neffen Maximilian Mair, Wirt des Adlers, wird schnell klar: Die Familie führt nicht nur zwei traditionelle Häuser erfolgreich, sie pflegt auch die Traditionen des Ortes – etwa die Verehrung des heiligen Willebold, dem im Restaurant ein Gemälde und an der Fassade des Gebäudes eine Statue in einer Nische gewidmet sind.
Hotel – Landgasthof Krone
Hauptstraße 29
88450 Berkheim
Was hat es mit der Verehrung des heiligen Willebold auf sich?
Maximilian Mair: Hätte es die Krone in der heutigen Form bereits 1230 gegeben, wäre der arme Willebold auf dem Rückweg seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land nicht in Berkheim verhungert, da bin ich mir sicher. Als nach seinem Tod plötzlich die Kirchenglocken von selbst zu läuten begannen und bei seiner Beerdigung ein Wohlgeruch den Verstorbenen umgab, begann seine Verehrung. Heute ist er der Schutzpatron des Ilertals und seine sterblichen Überreste liegen in der Pfarrkirche St. Konrad in Berkheim. Jedes Jahr findet am 16. Juli eine Prozession zu seinen Ehren statt.
Bei so viel Wissen über die Region – stammen Sie aus Berkheim?
Maximilian Mair: Wir kommen aus der Region, aus Fellheim, und haben schon im Mai 1987 die Krone in Berkheim übernommen. Das sind mittlerweile fast 40 Jahre und in dieser Zeit lernt man so einen Ort gut kennen. Ich führe die Krone gemeinsam mit meiner Mutter Inge Mair-Engel, und bis heute ist unsere Großmutter – mittlerweile Urgroßmutter – Ingeborg Engel jeden Tag im Restaurant anzutreffen. Man kann also sagen, wir sind Berkheimer. Die Geschichte des Hauses hat uns alle aber von Anfang an begeistert, denn es handelt sich um ein sehr geschichtsträchtiges Gebäude.
Was gibt es über die Krone zu berichten?
Tom Engel: Das Gebäude selbst ist rund 500 Jahre alt, der Bau wurde bereits vor Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs begonnen. In eben diesem Krieg wurde es zerstört, aber wieder aufgebaut und um 1700 in seiner heutigen Form fertiggestellt. Vor Jahrhunderten soll hier auch Bier gebraut worden sein, bis 1913 war die Krone zudem eine Poststation. Die Besitzer wechselten im Laufe der Jahrhunderte mehrmals. Heute gehört die Krone Holger Wenig aus Ulm. Sein Vater hat das Gebäude 1994 generalsaniert – inklusive der originalen Holzvertäfelung. Im Zuge dieser Sanierung entstanden zudem die 12 Fremdenzimmer im Haus. Es gibt im ersten Stock außerdem einen Festsaal mit wunderschöner Stuckdecke, der lange der Gemeinde als Festsaal diente, heute aber kaum noch genutzt wird. Restaurant und die angrenzende Stube bieten genug Raum. 2012 wurden Dach und Außenfassade in Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege aufwendig renoviert.
Was bedeutet die lange Tradition der Krone für Ihre Gäste?
Tom Engel: Von Anfang an hatten wir treue Stammgäste, sodass mittlerweile ganze Familien generationenübergreifend „begleitet“ werden – von der Taufe über die Hochzeit bis zur Trauerfeier. Es ist also schon eine eigene Tradition, in der Krone zu feiern. Dabei kommen unsere Gäste nicht nur aus Berkheim, sondern aus dem Landkreis Biberach, Bayerisch-Schwaben bis nach Krumbach und Memmingen. Besonders aus Memmingen kommen viele zu uns, da das dortige gastronomische Angebot kaum noch bayerisch-schwäbische Küche bietet. Hinzu kommen viele Durchreisende, die bei ihrer nächsten Urlaubsfahrt gerne wiederkommen. Die Lage an der A7 ist da natürlich ideal.
Was macht Berkheim gastronomisch so besonders?
Maximilian Mair: Ich nenne Berkheim gerne das „Gastronomie-Cluster“ der Region. Im Ort leben rund 3.500 Menschen, es gibt aber sechs gastronomische Betriebe. Die Zusammenarbeit unter den Gastronomen ist sehr harmonisch – nicht nur innerhalb unserer Familie. Für die Berkheimer bedeutet das: Sie können jeden Tag essen gehen, da die beiden Familienbetriebe ihre Ruhetage angepasst haben – und auch die anderen Restaurants haben sich daran orientiert. Das betrifft nicht nur das Abendangebot, sondern auch den Mittagstisch.
Was macht die Krone außer ihrer Geschichte noch besonders?
Tom Engel: Die Küche in der Krone ist klassisch schwäbisch und unser Fokus liegt darauf, frische Zutaten selbst zu verarbeiten. So wird die Jus selbstverständlich eingekocht, Maultaschen und Kartoffelsalat entstehen in der eigenen Küche, und das Wild kommt von befreundeten Jägern. Dafür sind bei uns zwei festangestellte, ausgebildete Köche zuständig. Unser Zwiebelrostbraten mit der Jus wurde von den Testern des Restaurantführers Ulm/Neu-Ulm besonders gelobt. Das hat unsere Köche natürlich wahnsinnig gefreut.
Maximilian Mair: Das Einzige, was in unseren beiden Küchen aus der Dose kommt, ist der Mais für den Salat im Adler.
Wie viele Personen benötigt man, um dieses gastronomische Angebot zu stemmen?
Tom Engel: Insgesamt beschäftigen wir im Adler und in der Krone 35 Mitarbeiter – inklusive der Familienmitglieder. Heute verfügt die zweite Generation ebenfalls über eine fundierte gastronomische Ausbildung und ist fest im Tagesgeschäft involviert.
Wie sind Sie auf Gold Ochsen aufmerksam geworden?
Tom Engel: Im Adler wird bereits seit 2013 Bier von Gold Ochsen ausgeschenkt und hat dort einfach überzeugt. Jetzt können unsere Gäste auch in der Krone das Bier aus Ulm genießen. Neben dem Gold Ochsen Pils aus der Flasche wird Gold Ochsen Original aus dem Fass serviert.
Was war für die Entscheidung ausschlaggebend?
Tom Engel: Uns als Familie ist wichtig, dass die Person, die die Brauerei vertritt, als Ansprechpartner präsent ist und das ist bei Jürgen Deckert definitiv der Fall. Er hört zu und wir können bei Fragen immer auf ihn zukommen.
Welches Bier von Gold Ochsen bevorzugen Ihre Gäste?
Tom Engel: Das Pils begeistert unsere Gäste. Ganz nebenbei ist es übrigens auch mein persönlicher Favorit.