Aufgrund der besonderen Leistung schickte die IHK Ulm ein Filmteam, das Niklas Schramm am Arbeitsplatz begleitete.

Niklas Schramm erzielte bei der Abschlussprüfung 2020 zum Brauer und Mälzer das beste Ergebnis in ganz Baden-Württemberg

Die wie immer im Spätherbst bekannt gegebenen Abschlussergebnisse der IHK Ulm lösten bei der Brauerei Gold Ochsen in diesem Jahr ganz besondere Freude aus. Denn Niklas Schramm, der 2017 seine Ausbildung zum Brauer und Mälzer beim Ulmer Traditionsunternehmen begonnen hatte, überzeugte nicht nur mit der hervorragenden Abschlussnote 1,3. Darüber hinaus führt er mit diesem Resultat auch die baden-württembergische Bestenliste des Brauernachwuchses für das Jahr 2020 an.

Fachliche als auch soziale Kompetenz

„Wir sind alle sehr begeistert von der Leistung und gratulieren Niklas Schramm aufs Herzlichste zu diesem tollen Abschluss. Es ist schön zu sehen, dass sich der hohe Qualitätsanspruch, der für Gold Ochsen seit jeher gilt, auch auf diese Weise niederschlägt. Schließlich lässt sich nur mit einer guten Braumannschaft ausgezeichnetes Bier herstellen“, so Ulrike Freund, Geschäftsführerin der Brauerei Gold Ochsen. Für sie unterstreicht dieses Ergebnis nicht zuletzt die wichtige Rolle, die der Ausbildungsbetrieb in den eigenen Reihen spielt. „Bei unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen legen wir sowohl auf die fachliche als auch soziale Kompetenz extrem viel Wert. Daher werden wir natürlich weiterhin daran festhalten, selbst auszubilden“, betont Ulrike Freund. Wie zahlreiche Auszubildende vor ihm ist Niklas Schramm direkt nach dem Abschluss von der Brauerei Gold Ochsen übernommen worden.

Duale Ausbildung zum Brauer und Mälzer

Den schulischen Teil der dreijährigen Ausbildung absolvierte Niklas Schramm an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Ulm. Diese zählt in Deutschland zu den bekanntesten Ausbildungsstätten für das Brauwesen und lockt jedes Jahr zahlreiche Neuanwärter in diesem Berufsfeld in die Donaustadt. Im Zusammenspiel mit den Praxisphasen im Ausbildungsbetrieb wird umfassendes Wissen zum Brauprozess vermittelt. Hierfür finden Auszubildende bei Gold Ochsen ideale Bedingungen, wie Produktionsleiter Bernhard Frey, der den Werdegang von Niklas Schramm auf Seiten von Gold Ochsen begleitet hat, berichtet: „Im Hinblick auf fachliche Kompetenz und technologische Rahmenbedingungen sind wir sehr gut aufgestellt. Bei Weitem nicht jeder mittelständische Betrieb verfügt beispielsweise über eine so große Abteilung für Qualitätssicherung oder die moderne Technik, die bei uns zum Einsatz kommt. Zudem achten wir sehr darauf, dass unsere Azubis weitreichende Einblicke gewinnen. Dazu gehören unter anderem die Begleitung unserer Experten für Schanktechnik oder ein mehrwöchiger Praxiseinsatz in einer Mälzerei unserer Lieferanten. Auf diese Weise können die Lehrlinge alles was für eine Prüfung relevant ist am eigenen Leib kennenlernen – und zudem Wissen sammeln, das vielleicht nicht explizit in Büchern steht.“

Interviewausschnitt von Niklas Schramm

Auch wenn es keine verbindliche Gesamtübersicht darüber gibt, wie viele ausgebildete Brauer in Deutschland aktuell ihrer Profession nachgehen, gehört einer in jedem Fall seit Kurzem dazu: Niklas Schramm. Der gebürtige Ulmer hat 2020 seine dreijährige Ausbildung zum Brauer und Mälzer bei der Brauerei Gold Ochsen mit dem besten Ergebnis in Baden-Württemberg abschlossen. Im Interview schildert der 21-Jährige, wie er die duale Ausbildung erlebt hat, was für ihn die Faszination der Bierherstellung ausmacht und warum er sich für die Zukunft gut aufgestellt sieht.  

Herr Schramm, die Ausbildung zum „Brauer und Mälzer“ ist im Vergleich mit anderen Lehrberufen ja doch eher „exotisch“. Wie sind Sie darauf gekommen?

 Niklas Schramm: Den Ausschlag hat eigentlich ein Gespräch mit meinem älteren Bruder gegeben, der mich gegen Ende meines letzten Oberstufenjahres darauf angesprochen hat, wie ich mir die Zukunft vorstelle. Dann kam die Idee des Bierbrauens. Aus der anfänglichen „Spinnerei“ wurde schnell Ernst und der Plan eines entsprechenden Studiums verfestigte sich immer mehr. Dem vorweg sollte allerdings noch ein Brauerei-Praktikum gehen. Da ich aus Ulm komme und bereits jemanden kannte, der bei der Brauerei Gold Ochsen arbeitete, war der Betrieb der Wahl schnell ausgemacht. Aus dem ursprünglich für sechs Wochen angelegten Praktikum ist dann eine dreijährige Ausbildung geworden.

Wie kam es zu dieser Planänderung – weg vom Studium, hin zur Ausbildung?

 Niklas Schramm: Die sechs Wochen zum „Schnuppern“ waren in dieser Hinsicht in jedem Fall prägend. Nicht zuletzt durch die Gespräche mit den Vorgesetzten und Kollegen in der Brauerei habe ich relativ schnell darüber nachgedacht, meine Zukunftspläne zunächst über eine handwerkliche Ausbildung abzusichern. Diese Empfehlung kam unter anderem auch von meinem direkten Betreuer auf Gold-Ochsen-Seite, der auf einen ähnlichen Werdegang zurückblickt und damit gut gefahren ist. So macht es sicher Sinn, zunächst Erfahrungen im Rahmen einer Ausbildung zu sammeln und das Bierbrauen von der „Pike“ auf zu lernen. Das eine schließt das andere ja auch nicht aus – im Gegenteil. Dieses Wissen kann dann in einem anknüpfenden Studium durchaus von Vorteil sein. Und so kam es: Nachdem ich mich in den ersten Wochen wohl gar nicht schlecht angestellt hatte, war die dreijährige Lehre mit Gold Ochsen als Ausbildungsbetrieb recht zügig eingetütet, zum Glück.

Wie gestaltet sich die dreijährige Ausbildung konkret?

Niklas Schramm: Das Ganze ist dual angelegt. Als Ulmer hatte ich natürlich den Vorteil, dass die Ferdinand-von-Steinbeis-Brauerschule – die bereits seit über 60 Jahren Brauer und Mälzer ausbildet – direkt vor Ort ist und ich nicht pendeln oder umziehen musste. Etliche meiner ehemaligen Mitschüler, die zum Teil aus Nordhessen oder Trier in Rheinland-Pfalz kamen, sind über die Dauer des Blockunterrichts im Brauer-Internat in direkter Nachbarschaft untergekommen. Dieses Problem der Unterkunftssuche stellte sich für mich von Anfang an nicht. In meinem Ausbildungsjahrgang gab es insgesamt zwei Klassen mit jeweils 30 Berufsschülern. Auch wenn es bis zum Ende hin einige vereinzelte Abgänge gab, waren wir trotz allem recht viele „Brauer und Mälzer“. Daher kam ich mir mit meiner Fachrichtung auch gar nicht so „exotisch“ vor.

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