Im Herbst 2020 hat Edric Moshidi das Goldene Rössle im ostwürttembergischen Dischingen nahe Heidenheim übernommen – und das mit gerade einmal 24 Jahren, kurz nach seiner Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker und parallel zum Start eines Psychologie-Studiums. Seitdem führt er die Traditionsgaststätte mit viel Herzblut und Respekt für die lange Geschichte des um 1890 erbauten Hauses – zur Freude der gesamten Gemeinde.

Landgasthof Goldenes Rössle – Dischingen

Hauptstraße 14
89561 Dischingen

instagram.com/goldenesroessle/

Herr Moshidi, Ihr Weg in die Gastronomie erscheint auf den ersten Blick eher ungewöhnlich.

Ja, das kann man so sagen. Ich war zwar schon immer in der Gastro tätig und hegte den Traum, mich irgendwann in diesem Bereich selbstständig zu machen. Aber erst 2020 fügte sich alles: Zeitgleich zu Beginn meines Fernstudiums stand das Goldene Rössle zum Verkauf – und dann ging alles Schlag auf Schlag.

 

Wie sind Sie das neue Projekt angegangen?

Gestartet hat alles mit einer Renovierung. Denn erst einmal kam es darauf an, eine neue Basis zu schaffen: Die Decken wurden abgehängt, Mauern verspachtelt, Wände verputzt und gestrichen – und, und, und. Das meiste davon habe ich in Eigenregie neben dem Studium geschafft, bekam aber zum Glück auch Unterstützung von ortsansässigen Unternehmen.

Worauf haben Sie dabei Wert gelegt?

Für mich war es wichtig, dem Charme vom alten Rössle treu zu bleiben. Wir haben zum Beispiel die Dachbalken, Säulen sowie alten Sitzbänke erhalten und aus uralten Bierfässern einen Stammtisch gebaut – denn das Rössle war vor langer Zeit auch mal eine Brauerei.

 

Wie teilen sich die beiden Stockwerke auf?

Im Obergeschoss befindet sich der Festsaal mit einem besonderen Highlight: Wir nutzen die alte Bartheke aus dem „Moggele“ weiter – das war die einzig wahre Dischinger Kultbar. Es lag mir persönlich am Herzen, ein Andenken dieses Wahrzeichens für die Leute hier zu bewahren. Ebenso sind ein Billardtisch und Darts eingezogen. Auf diese Weise bieten wir Einheimischen einen Treffpunkt, an dem man auch mal gemeinsam Fußball schauen kann – und das bewusst ganz separat vom Erdgeschoss, wo sich der gesamte Restaurantbetrieb abspielt.

Und was erwartet die Gäste dort?

Im Gasthof steht zum Mittagstisch und Abendessen klassische, bürgerliche Küche mit ordentlichen Portionen auf der Karte – ganz wie es der Schwabe mag. Neben beliebten Klassikern wie dem Zwiebelrostbraten oder dem hauchdünnen, zarten Schnitzel mit Pommes lässt sich unser Koch Julian Schönmetz je nach Saison zudem immer wieder etwas Neues einfallen. Er ist gelernter Bäcker und war im Anschluss an seine Ausbildung als Koch in mehreren guten Häusern rund um Bopfingen tätig.

 

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit der Brauerei Gold Ochsen?

Schon vor der Übernahme war Gold Ochsen im Goldenen Rössle vertreten. Und für mich als ehemaliger Ulmer war von Anfang an klar, dass das auch so bleibt. Gold Ochsen ist mein absolutes Lieblingsbier und daher bieten wir unseren Gästen eine vielfältige Auswahl: angefangen beim Original und Kellerweizen vom Fass über das Pils und Ulmer Hell bis zum alkoholfreien Hefeweizen. Daneben kommen auch afri-cola, Bluna und die Libella Zitronenlimonade gut an.

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